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Comments (2)
  1. Interviews mit Betroffenen sind immer sehr schwierig. Sie sind naturgemäß sehr aufgeregt und das Unrecht/Unglück bestimmt einen großen Teil ihres Lebens. Das führt dazu das sie im Gespräch hin- und herspringen und Alles mit dem Thema verknüpfen.

    Deshalb finde ich, du hättest das Inverview viel mehr führen müssen. Du musst Hakim viel konkretere Fragen stellen, über die er auch persönlich mehr weiß als du und ich. Immer wenn du das getan hast – z.b. wie das ist mit der Kommunikation mit seinen Angehörigen oder was die Ängste der Uriguren sind – war das Interview erhellend.

    Doch wenn du ihn über etwas reden hast lassen über das er auch nicht mehr weiß als du wurde das Gespräch schnell sprunghaft und Hakim hat herumspekuliert, wilde Vergleiche gezogen, Vermutungen angestellt und ist am Ende bei Religion gelandet. Du musst ihn – so schwer es ist – in solchen Situationen unterbrechen und mit einer konkreten Frage wieder auf etwas etwas bringen was er persönlich erfahren hat.

    Als Beispiel: Von wo soll Hakim besser als du wissen, wie deutsche/amerikanische Medien ihre Themen auswählen? Natürlich kann er da nur herumspekulieren und ebenso verständlich ist, dass die vermutlich korrekte Antwort (eine zynische Kombination aus schweren Thema, wenig Informationen und keinen richtig guten Aufhänger für eine Schlagzeile) für ihn keine akzeptable Option ist. Und deshalb springt er dann von Goebbels über Ägypten zu einer Einflußnahme der chinesischen Regierung und versucht so das sich das für ihn Unverständliche zu erklären.

    Sry. für die harsche Kritik.

    • Kann man so sehen, aber mir ging es um Hakims Perspektive und Sichtweise.. die eben nicht um Unebenheiten bereinigt sein sollte. Ich hätte in dem Podcast auch einiges rausschneiden können um es verständlicher zu machen. Nur hätten wir hier dann etwas vorliegen, was du an jeder anderen Ecke auch bekommst. Zugegeben.. an jeder englischsprachigen Ecke. In Deutschland eher seltener.

      Meine Erfahrung mit Dissidenten, Flüchtlingen und Aktivisten zeigt mir auf, dass genau dieses hübsch machen Teil des Problems ist. Deutsche die Snickers an Trauerstätten in der Ukraine komisch finden oder sich dann eben über Göbbelsvergleiche wundern. Oder darüber, dass man Sanktionen wegen der Menschenrechte kritisiert, obwohl die Menschen, je betroffener sie sind, desto mehr Sanktionen fordern.

      Die Sache hat einen Trade Off. Menschen werden nicht mehr sichtbar.. sondern nur noch Themen. Und mir ging es hier nicht um „ein Thema“. Dem Thema werden wir uns dann bei der zweiten Folge widmen.

      Anders gesagt: Ich verstehe deine Kritik, aber ich gehe da nicht ganz mit.

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